Hallo, mein Name ist John Kupferschmidt (der Verein gab mir den Namen Mister Slow Run). Bei der letzten LGM-Sitzung gab das Thema Lauftraining Anlass zu einer großen Diskussion. Hierzu möchte ich ein paar meiner Gedanken mitteilen und vielleicht zum Nachdenken anregen. Doch zuerst möchte ich mich Euch vorstellen:
Ich bin,wie gesagt, John Kupferschmidt, 55 Jahre alt, geschieden, ein Kind. Mit meiner Partnerin Christiane (die einige von Euch schon kennen) bin ich jetzt schon fast 13 Jahre zusammen.
Ich bin seit 29 Jahren selbstständig als Schuhmacher und Sattler.
Sport hat mich bisher mein ganzes Leben begleitet. Erst Ballsportarten, bis ich mit 23 Jahren zum Ausdauersport kam.
Mit 28 mein erster Kurztriathlon, dann mittlere Distanz, Ironman bis zum Ultratriathlon. Einige Marathons, 1999 Rennsteig, 2001 dann mein erster Mehrtageslauf (Spreelauf 6 Tage 420 km ). Ich habe aber nicht an mehr als an 3 bis 4 Wettkämpfen im Jahr teilgenommen.
Seid 2011 bin ich Mitglied bei der LGM.
Der Vorstand hat meiner Meinung nach bis jetzt eine tolle Leistung erbracht!! Gerade in den letzten 2 Jahren, bei einem Zuwachs von fast 100% an Mitgliedern ist nachvollziehbar, wie viel Arbeit anfällt und erledigt werden muss !
Unser Verein bietet 4 feste Termine für einen Lauftreff, wöchentliches Training und diverse Events an. Alles in Eigenregie!
Jetzt kommen Forderungen wie: Wir brauchen dieses, wir brauchen jenes (diverse Angebote)! Macht was!
Aber liebe Leute, so geht das meiner Meinung nach nicht!!!
Als ich in den Verein eingetreten bin, wollte ich laufen. Vielleicht zur Not mal einen VP übernehmen. So wie fast jeder denkt!!!
Ich habe dann bei den XXL-Läufen ganz schnell gemerkt, daß das für mich zwei Schritte zu schnell war. Ich kam einfach nicht mit, die anderen Läufer nahmen natürlich Rücksicht. Aber im Endeffekt hielt ich die ganze Gruppe auf. Ich musste also umdenken!! Ich habe dann meine Eigenverpflegung gepackt und bin dann ca. eine halbe Stunde früher los gelaufen. So konnte ich irgendwie trotzdem mitlaufen und hatte auf der Strecke noch ein bis zwei VPs. Und bin dann mit den anderen gemeinsam ins Ziel gekommen.
Meine Gedanken und vielleicht die Bitte an die Mitglieder der LGM ist, ergreift doch selbst mal die Initiative!!!
Das ist gar nicht so schwer. Ich zum Beispiel habe eine „langsame Laufgruppe“ ins Leben gerufen. Viele von Euch waren schon mal dabei. Das Ganze nennt sich: „Langsam laufen mit John“ und findet jeden ersten Sonntag im Monat statt. Wir laufen ca. 25 km mit einem Schnitt von 7:30. Es gibt immer nach der Hälfte der Strecke eine kleine Verpflegung, für die sich meine Frau Christiane freiwillig zur Verfügung gestellt hat. Nach einem Stück Kuchen und einem Tee geht es dann zurück auf die Strecke.
Die Gruppe wächst stetig. Im Mai habe ich als kleine Abwechslung einen Marathon organisiert.
Ich will damit nur deutlich machen, das man nicht nur Ansprüche stellen, sondern auch mal (im besten Sinne) die Füße in die Hand nehmen sollte.
Man kann allein oder mit anderen Mitgliedern prima kleine Events organisieren!
Macht Euch doch ein paar Gedanken…
… traut Euch und habt Spaß !!!!!!!
Grüße an alle,
John
P.S.: Der Verein kann nur so gut sein und super funktionieren, wenn seine Mitglieder ihn unterstützen.