
Der Comrades in Südafrika hat auch in diesem Jahr seine fast schon magische Anziehungskraft nicht verloren: Rund 20.000 Anmeldungen gab es wieder, davon 90 Prozent aus Südafrika. Auch aus Deutschland nahmen immerhin etwa 70 Ultraläufer die weite Anreise auf sich, um die 89,3 Kilometer von Pietermaritzburg nach Durban zurückzulegen. Und von den deutschen Teilnehmern dürfte die LG Mauerweg Berlin (LGM) mit das größte Team gestellt haben – fünf Anmeldungen kamen aus unserem Verein, schlussendlich waren vier LGM-Läufer am Start!
Was macht den Comrades so besonders? Da ist einerseits die lange Tradition, denn schließlich gibt es diesen Lauf, mit dem ursprünglich an die Gefallenen im ersten Weltkrieg erinnert wurde, schon seit vielen Jahrzehnten. Andererseits ist es aber auch die besondere Stimmung entlang der Strecke, die familiäre Atmosphäre unter den Läufern, die den Comrades zu einem echten Klassiker und legendären Lauf gemacht haben. Hinzu kommt das anspruchsvolle Profil: Obwohl es – wie in diesem Jahr – den Down-Run gibt, bedeutet dies doch keineswegs, dass es nur bergab geht. Etliche Erhebungen gilt es auf dem Weg nach Durban zu bezwingen, und dies innerhalb von zwölf Stunden! Wer sich das Rennen nicht richtig einteilt, bekommt das auf den letzten Kilometern gnadenlos zu spüren oder erreicht gar nicht das Ziel.
Die Mauerwegläufer jedenfalls hatten am Ende allen Grund zur Freude: Trotz der Wärme und hohen Luftfeuchtigkeit erreichten Marc Pinsker, Klaus Neumann, Simon Taylor und Alexander von Uleniecki das Stadion in Durban innerhalb des Zeitlimits. Schnellster war dabei Marc, der unter zehn Stunden blieb und mit 9:16 Stunden eine hervorragende Zeit herauslief. Alex und Simon (ein gebürtiger Pietermaritzburger) kamen unter elf Stunden im Ziel an, Klaus – ein echter Comrades-Veteran – konnte seine 21. Teilnahme erfolgreich beenden. Der Sieger Mthembu benötigte übrigens nur 5:28 (!) Stunden – unglaublich!
Der nächste Comrades wird gleichzeitig die inzwischen 90. Auflage sein, weshalb mit einem großen Andrang zu rechnen ist. Termin ist der 31. Mai 2015, dann wieder ein Up-Run in umgekehrter Richtung.