Am Samstagvormittag starteten drei wackere Neongelbe auf ihre Tour tief in den Westen, um den Vivawest-Marathon unter die Füße zu nehmen: Stephan (TorPeDo), Arne und Olaf. In einem einzigen Marathon gleich durch vier Städte – davon erzählt Olaf Ilk.

„Wir hatten uns kurz vorher spontan zum Lauf verabredet, und am Südkreuz startete die wilde Tour. Nach gut fünf Stunden hatten wir das Musiktheater in Gelsenkirchen erreicht und auch schnell unsere Startunterlagen abgeholt. Auf einen kleinen Plausch bei Rolli von Wat Läuft vorbei, ging es dann schon in unsere Unterkünfte.

Vor dem Start am Sandplatz "Rote Erde".
Vor dem Start am Sandplatz „Rote Erde“.

Am Sonntag finden wir uns vor dem Musiktheater und haben genügend Zeit, unsere Sachen in der Turnhalle abzugeben, alles ist sehr entspannt und freundlich. Als wir uns in den Startbereich begeben, werde ich plötzlich von den Ordnern zurückgehalten. Ich darf nicht in den gleichen Block wie Arne und Stefan. Es macht sich etwas Unwohlsein breit. Aber schuld bin ich. Ich hatte bei der Anmeldung keine Zielzeit angegeben. Meine beiden Kameraden haben sich dann solidarisch mit mir in den letzten Startblock eingereiht. Wir sind dann mit den Staffeln rund zehn Minuten nach dem Hauptfeld gestartet.

Ich hatte jetzt ein schlechtes Gewissen, weil ich Arne und Stephan um das Erlebnis des Laufs in der Masse gebracht hatte. Aber das war nur meine Empfindung. Arne hat ein gutes Tempo vorgelegt und das Feld von hinten aufgerollt. Stephan ist persönliche Bestzeit gelaufen, und ich habe den Lauf auch sehr genossen. Von hinten zu starten hat den positiven Effekt, dass an den VPs kein Gedränge ist.

Der Lauf führte uns durch das Herz vom Pott. Gelsenkirchen, Essen, Bottrop, Gladbeck. Vier Städte an einem Tag in einem Lauf, das gibt es wohl nicht so oft.

Der Lauf atmet Geschichte. Es geht immer wieder durch die Arbeiterviertel, der Film Manta Manta ist präsent wenn es durch die Wohnviertel geht.  Aber auch die Industriearchitekur ist ein Erlebnis. Die Zeche Zollverein , die Aluminiumhütte und kurz vor dem Ziel die Zeche Nordstern bilden die Höhepunkte des Laufes. Nicht zu vergessen der Lauf durch die Einkaufspassage unterhalb des Essener Rathauses bei Kilometer 12.

Der Lauf ist super organisiert und familiär, immer wieder Familien mit Tischen, die uns anfeuern. Eine Herzlichkeit, die manch großer vermissen lässt.

Wir drei jedenfalls haben den Lauf sehr genossen und kommen bestimmt einmal wieder.“

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(Text: Olaf Ilk, Foto: Stephan Schillhaneck-Demke)