Das Telefon wollte an diesem 29. September nicht stillstehen in der kleinen Wohnung von Sigrid Eichner in der Schneeglöckchenstraße, unweit der Landsberger Allee. Verwandte, Lauffreunde und Pressevertreter – sie alle wollten jener Frau persönlich gratulieren, die mit dem Berlin-Marathon am Sonntag (unter 5 Stunden geblieben und Platz 2 in der W75!)  die Zahl ihrer absolvierten Langstreckenläufe (Marathons und Ultras) auf schwindelerregende 1.936 weiter nach oben schrauben konnte. Das ist bei den Frauen natürlich Weltrekord.  Die magische Marke von 1.940 – ihr Geburtsjahr – will Sigrid erst beim Magdeburg-Marathon unter Dach und Fach bringen.

Die kleine LGM-Geburtstagsdelegation rief nicht an, sie stand einfach vor der Haustüre. Stefanie Osbahr, die gerade ihren allerersten Marathon gemeistert hatte, und Transeuropalauf-Finisher Marcel Heinig überreichten ihr zusammen mit dem LGM-Vorsitzenden Alexander v. Uleniecki einen Bildband mit Highlights vom Bernauer 24-Stunden-Lauf. Dort hatte Sigrid einen neuen deutschen Altersklassen-Rekord in der W75 aufgestellt. Das obligatorische Foto vor der „Wall of Eichner“ mit einer wahren Flut von Medaillen durfte natürlich auch nicht fehlen.

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An Zielen mangelt es Sigrid Eichner natürlich überhaupt nicht. Gleich nach ihrem Geburtstag fliegt die Lauf-Legende zum Marathon nach Kuala Lumpur, außerdem ist ein privat organisierter Marathon in Kambodscha geplant. Und im Winter will Sigrid dann in Skandinavien bei einem 48-Stunden-Hallen-Wettbewerb an den Start gehen und – ganz bescheiden – einen Altersklassen-Weltrekord  aufstellen…

Von uns Mauerwegläufern jedenfalls alles Gute, viel Glück und weiter unzählige Laufkilometer, liebe Sigrid!