Mag sein, dass der Marathon in Kiel nicht unbedingt zu den Läufen zählt, die das Prädikat „musst-Du-laufen“ besitzen. Allerdings muss er dann doch eine so starke Anziehungskraft haben, dass immerhin sieben Mauerwegläufer in diesem Jahr an der Förde am Start waren. 

Die Strecke besticht mit ihrer Schlichtheit: Es geht rauf und runter, immer die Förde entlang. Vom Ostseekai bis zum Marinestützpunkt und wieder zurück. Der große Vorteil dieser relativen Monotonie: Man sieht sich unterwegs mehrere Male, trotz Wendepunktstrecke wird es selten langweilig. Und wenn das Wetter auch noch so super mitspielt wie in diesem Jahr (sonnig und relativ wenig Gegenwind), dann kann Kiel richtig Spaß machen!

Schnellster im Team der Neongelben war in Kiel Volkan „Toni“ Alpsoy mit einer Laufzeit von 4 Stunden und 45 Sekunden . Tags darauf lief er übrigens im Britzer Garten auch noch einen 10er in 45 Minuten. Itta Olaj und Jörn Künstner durften sich über eine Zeit von etwas mehr als 4 Stunden freuen. Auch Vereinstrainer Andreas Deák hatte im Ziel ein Grinsen im Gesicht, lief er doch mit 4:19 Stunden immerhin die zweitbeste Marathon-Zeit seiner Karriere – auf den Schlusskilometern angespornt von Pacemaker und Freund Alexander v. Uleniecki. Einen Halbmarathon absolvierten außerdem die beiden Mauerwegläufer Diana und Stephan („Torpedo“).

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Die Mauerwegläufer beim Kiel-Marathon – vor dem Start (Foto: Stephan Schillhaneck-Demke).