Beim Erstellen des persönlichen Laufkalenders lohnt sich ein Blick an und über die deutsch-polnische Grenze – das durften auch einige Mauerwegläufer am vergangenen Wochenende wieder feststellen. Stephan „Torpedo“ Schillhaneck-Demke berichtet vom deutsch-polnischen Nationalparklauf, Itta Olaj war beim Marathon in Kołobrzeg.

Halbmarathon-Premiere des deutsch-polnischen Freundschaftslaufs zwischen den Städten Gartz und Gryfino

„Seit Oktober letzten Jahres stand für mich fest, dass ich bei diesem traditionellen Freundschaftslauf starten möchte. Wie der Zufall es so will, bildeten Lars Kopp, Mirko Jachmann und ich, ein LG-Mauerweg-Trio, das schon beim Halbmarathon in Prag am Start war. Mit Anke Czerwonka, Beate Ritter und Klaus Korell vertraten drei weitere Lauffreunde aus Berlin die kleine Laufgemeinschaft aus deutschen Landen über die 10-Kilometer-Distanz bzw. bei der Halbmarathon-Premiere.

gryfino team

Seit über 20 Jahren gibt es nun diesen Freundschaftslauf, der am jeweiligen Nationalfeiertag immer in die Richtung des Nachbarlandes ging, meist über 10 bis 13 Kilometer. In diesem Jahr nun gab es erstmals auch einen Halbmarathon (Gryfino-Gartz-Gryfino).

Knapp 300 Läufer/-innen gingen dann bei gryfino torpedoschönstem Frühsommerwetter auf die 21-Kilometer-Distanz. Fast die gesamte Strecke führt am Oderstrom auf befestigten Straßen und Wegen entlang. Die eine oder andere kleine Steigung gab es auch. Da es größten Teils durch Wiesen- und Waldlandschaft ging, kann man diesen Halbmarathon sehr wohl einen Naturlauf nennen.

Alle fünf Kilometer gab es eine Wasserstelle und aufmunternde Worte, meist auf Polnisch. Überhaupt war die Stimmung am Wegesrand vor allem auf der polnischen Seite sehr angenehm. Lars, Mirko und vor allem Beate liefen gute Zeiten und wurden im Ziel mit einer sehr schönen Finishermedaille belohnt! Am Ende sprang für Beate Ritter sogar der 2. AK-Platz heraus und fand in Form einer kleinen Lauf-Lola verdiente Anerkennung.

gryfino medAus meiner Sicht eine gelungene Halbmarathon Premiere, die mich bestimmt am 3. Oktober wieder an den Start gehen lassen wird. Dann in umgekehrter Laufrichtung, mit Start und Ziel in Gartz.“

(Text und Fotos: Stephan Schillhaneck-Demke)
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Strahlender Sonnenschein, Meeresluft und dazu ein sanfter Küstenwind – Marathon in Kołobrzeg

Vier Mauerwegläuferinnen und -läufer – Thomas Meier, Jeannette Ledermann, Alexander von Uleniecki und ich – waren gemeinsam mit Lauffreunden von der Website www.kolberg-cafe.de am 2. Mai beim Marathon in Kołobrzeg am Start. Diese gut organisierte und dennoch sehr entspannte Veranstaltung fand bereits zum dritten Mal statt, in diesem Jahr nahmen gut 250 Teilnehmer die 42,2 Kilometer in Angriff.

kolobrzeg team

Gelaufen wurde auf einer Wendepunktstrecke, die vom kolobrzeg leuchtturmOsten der Stadt parallel zur Küste noch weiter ostwärts führt: erst auf einem gepflasterten Radweg, dann auf Asphalt, und zuletzt über nicht ganz einfach zu laufenden Waldboden. Dank der schönen Umgebung, einem Plausch mit einer polnischen Laufkollegin und den Anfeuerungen entlang der Strecke erschien mir die erste Hälfte recht kurzweilig.

Nach der Umrundung des Leuchtturms von Gąski – sicher die imposanteste Halbmarathonmarke meines bisherigen Läuferlebens – ging es auf demselben Kurs wieder zurück in die Stadt.

Ich mag Wendepunktstrecken, weil man da alle Lauffreunde einmal anfeuern, oder wenn die Kraft für Worte nicht mehr reicht, wenigstens abklatschen kann. kolobrzeg meerAußerdem kennt man, was noch vor einem liegt: Höhepunkte waren für mich wieder die Streckenabschnitte direkt am Meer, die ich beim „Kilometer-Countdown“ am Ende des Marathons schon sehnsüchtig erwartete. Die unterschiedlichen Untergründe hatten die Beine nämlich ordentlich gefordert…

Unser schnellster Mauerwegläufer wartete bereits an der Finishline – herzlichen Glückwunsch, Tom! Auf den Zieleinlauf sollten aber noch zwei weitere Highlights folgen: erst mal ein kulinarisches in Form einer köstlichen polnischen Fischsuppe. Und das Allerbeste kam zum Schluss, im Massagezelt: eine für mich sogar vierhändige Lockerung der Beinmuskulatur… – Kołobrzeg, ich komme wieder!

(Text und Fotos: Itta Olaj)
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