Wieder mal war es soweit: „Europas größter Crosslauf“ – so der Untertitel des traditionsreichen Rennsteiglaufs – rief, und mehr als 15.000 Sportlerinnen und Sportler (alle Wettbewerbe zusammen genommen) kamen nach Thüringen. Natürlich auch Mauerwegläufer. Okay, Crosslauf mag etwas übertrieben klingen angesichts der gut ausgebauten und teils breiten Waldwege, aber den Kult-Charakter dieser Veranstaltung, die zum 43. Mal stattfand, kann man dem Ganzen nicht absprechen.

Das Event beginnt eigentlich schon am Tag vor dem des Start des Supermarathons (73 km) in Eisenach, wenn im Festzelt einige tausend Klöße und jede Menge Rotkraut verköstigt werden, Rockmusik inklusive. Unwahrscheinlich, dass man hier niemanden trifft, den man nicht schon mal irgendwo auf den Strecken dieser Welt gesehen hat. Der Rennsteiglauf führt die Lauf-Familie zusammen, immer gibt´s ein großes Hallo, für viele ist der Rennsteig nicht ohne Grund der Jahreshöhepunkt. Und das schon seit vielen Jahren.

Der Start am Samstag ist um 6 Uhr. Wer schnell sein will, sucht sich gleich zu Beginn einen Startplatz im vorderen Feld, denn die Staugefahr auf den ersten Kilometern und Steigungen ist groß. Hat man dann bei km 25 den berühmten Inselsberg hinter sich gebracht hat, kann ein klein wenig durchatmen. Zwar geht es auch danach immer wieder rauf und runter, aber das Gröbste ist schon mal überstanden. Kult sind auch die zahlreichen Verpflegungsstände unterwegs, dabei vor allem der legendäre Schleim (insgesamt 3.000 Liter!). Sogar Bockwürste gab´s zwischendurch.

Die Finisherzahlen konnten sich diesmal mehr als sehen lassen: Beim Supermarathon erreichten von 2.211 Startern immerhin 2.080 das langersehnte Ziel in Schmiedefeld. Mit ein Grund dafür war das läufergerechte Wetter – nicht zu kalt, aber auch nicht zu warm. Den Sieg bei den Männern holte sich der Schmiedefelder Wolf Jurkschat in 5:41 Stunden, bei den Frauen gewann Kristin Hempel mit einer Zeit von 6:16 Stunden.

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Rennsteig 05 Eckhardt
Mauerwegläufer Eckhardt Seher

Selbstverständlich ließen sich auch wieder jede Menge Mauerwegläuferinnen und -läufer den Rennsteig nicht entgehen: Insgesamt 26, davon allein 21 beim Supermarathon! Eckhardt Seher spielte seine ganze Rennsteig- sowie Ultralauf-Erfahrung aus und erreichte in 7:09 Stunden als schnellster Mauerwegläufer Schmiedefeld. Den zweiten Platz in der „vereinsinternen Wertung“ belegte Thomas Fanslau in 7:54, gefolgt von Peter Klaas aus Dänemark in 8:11, Itta Olaj in 8:26, Dirk Richter in 8:40 und Conny Balke in 8:46. Glückwunsch an dieser Stelle allen Finishern, auch über die anderen Distanzen!! Und allen „Aussteigern“ Worte der Aufmunterung: Im nächsten Jahr packt Ihr das!!

Zu den Gesamt-Ergebnislisten geht es hier.