Bericht und Bilder von Silke Stutzke
Ich glaube viele Marathonläufer träumen davon. Sitzen jedes Jahr vor dem Fernseher am ersten Sonntag im November und gucken den New York Marathon und denken, das wäre was – hier mal dabei sein.
Ich war jetzt das dritte Mal in dieser inspirierenden und aufregenden Stadt. Ich dachte, das Erlebnis Halbmarathon hier wäre ausreichend. Aber dann wollte ich es doch wissen und liess mich bei Laufreisen (kann ich als Veranstalter sehr empfehlen, alles klappt perfekt und man fühlt sich wohl mit Jessi und Nils) vormerken für dieses Jahr. Am Donnerstag angekommen, Hotel in perfekter Umgebung mitten in Manhattan.
Und am Sonntag dann endlich der Marathon. Ein Bus brachte uns rechtzeitig zum Start nach Staten Island und wir hatten auch noch ein riesiges Glück mit dem Wetter. Ich hatte auch genug Kleidung dabei zum Wegwerfen, was auch gut war für das Merch-Shopping. Denn im Koffer war dann Platz. Im Startbereich gab es alles. Kaffee, Bagel, genug Dixies.
Die Zeit verging gut. Die Sonne ging auf und dann standen wir auch schon auf der Brücke zum Start. Sinatra… Gänsehaut. Ich lief bewusst entspannt. Der viele Kaffee bescherte mir sogar noch einen Dixie-Besuch bei Kilometer 6. Egal. Um Zeit ging es hier nicht. Natürlich ist die Strecke anstrengend, das weiß man. Aber hier wirst du über die 42 km getragen durch die Stimmung. Die wenigen ruhigen Momente sind fast willkommen. Der lange Anstieg auf der Queensboro beispielsweise.
Und plötzlich sind wir schon im Central Park. Da wird es nochmals richtig laut. Und endlich nach 4:41:28 (schneller als gedacht) bekomme ich diese besondere Medaille, die ich danach 2 Tage und auch im Flugzeug noch voller Stolz trage.
Leaving New York is never easy. Aber ich komme bestimmt irgendwann wieder.