Nach der großartigen Erfahrung beim Laufhaus Backyard Ultra (LBU) im letzten Jahr habe ich mir diese Laufveranstaltung als Hauptziel für dieses Jahr gesetzt und war mehr als 8 Monate darauf fixiert. Mit Steffen Bruntsch hat sich ein toller Trainer gefunden, der mir die Trainingsumfänge vorbereitete und mir immer mit Rat zur Seite stand. Leider konnte ich die Trainingsvorgaben nicht immer umsetzen, da mich Erkältungen zu Pausen zwangen. Einige lange Läufe konnte ich nicht wie geplant komplett umsetzen. Immerhin konnte ich die Meilensteine Ludwig-Leichhardt-Trail Ultralauf 55km, 6h-Lauf Dreilinden (51km) und die 12 Stunden von Johannisthal (52km) erfolgreich gestalten und Wettkampf-Routine entwickeln.

Während des letzteren Events reiften in mir bei glühender April-Sonne und der Erkenntnis, dass es nicht für die komplette Zeit bei mir reichte, wichtige Gedanken. Zum einen sollte ich den nicht geschafften Trainingseinheiten des laufenden Jahres nicht mehr hinterher trauern, denn sie waren nicht mehr nachzuholen. Weiterhin wollte ich den Rennsteig-Supermarathon (74km) und die 24-Stunden in Braunschweig intuitiv und mit meinen bisherigen Erfahrungen aus achteinhalb Jahren Ultramarathon-Sport angehen. Außerdem fasste ich den Entschluss, auf absehbare Zeit nicht mehr auf ein Ultramarathon-Ereignis monatelang zu trainieren, was ich die letzten 6 Jahre erfolgreich praktizieren konnte, mit meinem Leben gut zu vereinbaren war und mir viel Freude bereitete. So bleibt mehr Zeit für andere erfüllende Aktivitäten und laufen zu müssen fällt weg.

 Diese klärenden Gedanken befreiten mich und ich konnte locker die letzten 10 Wochen der Vorbereitung angehen. Beim Rennsteig gestaltete ich die ersten Kilometer diszipliniert bis zum Inselsberg. Dann ließ ich an Jörn Künstner’s Seite laufen, so dass ich auf der zweiten Rennhälfte ab der Ebertswiese etwas gelitten habe. Zwei Wochen in Braunschweig später konnte ich den Rahmen einer Deutschen Meisterschaft nutzen, mir eine neue 24h- Bestweite von 168km und im Team die Bronze erlaufen. Dieses Mal blieb ich die ganze Zeit diszipliniert und konnte mich bei praller Sonne auf meine Erfahrung verlassen.  

In der Folgezeit klappte es mit dem Umsetzen der Trainingsvorgaben besser und mit Tim Kremer hat sich ein weiteres Vereinsmitglied der LG Mauerweg Berlin auf das Abenteuer Backyard-Ultra eingelassen. Gemeinsam sind wir am Freitag mit der Bahn nach Zittau gefahren.

Da ich über einen Rundenlauf schreibe, wechsele ich nun die Textform.

Runde -2

Dies ist ein Ausscheidungsrennen, Last man standing. Dabei gehen alle Starter zu jeder vollen Stunde zusammen auf die Rennstrecke. Jede Runde ist 4,166 Meilen (6,7km) lang und jeder Läufer hat pro Runde 60 Minuten Zeit und kann die restlichen Minuten bis zum nächsten Start zur vollen Stunde ausruhen, essen oder tun, was immer er möchte. Das Rennen läuft so lange, bis nur noch ein Läufer zur nächsten Runde antritt und diese dann auch im Zeitlimit beendet hat. 

Runde -1

Dort wurde wir vom Orga-Team abgeholt, zur nahegelegenen Pension „Bloo Tomato“ und dann weiter zum Westpark-Stadion gebracht. Hier konnte wir uns mit dem Mike Sethmacher, seinem Organisationsteam und weiteren Teilnehmer bei Rostbratwurst – auch in vegetarischer Form – und kalten Getränken auf den LBU einstimmen. Ich wurde sehr herzlich empfangen, denn viele (er)kannte(n) (m)ich vom Vorjahr. Uns wurde alles gezeigt und mit vielen positiven Gedanken sind Tim und ich zurück in die gemütliche Pension. In der Nacht wurde ich durch mindestens zwei Träume wach, in denen ich auf kuriose Art nach wenigen Runden den Backyard beenden musste. Gott Dank nur Träume.

Runde 0

Nach einem reichhaltigen Frühstück ab 8 Uhr ging es in 15 Minuten zum Wettkampfgelände, wo um 9 Uhr die Begrüßung und das Läuferbriefing begann. Anschließend holte ich meine Startnummer ab und bekam neben dem Basecap für alle mein eigenes T-Shirt vom Laufhaus Backyard-Ultra. Was für eine Überraschung. Ich überraschte sie auch, indem ich mit Tim Kremer und Ralf-Ortwin Ernst das „Team 100 Meilen“ anmeldete. Mit Ralf schaffte ich im Vorjahr 26 gemeinsame Runden und er hatte mich zu meiner 26. Runde mit „Sei ein Kampfschwein“ motiviert, obwohl eigentlich das Rennen beenden wollte. Der Teamname passte zu uns, da wir den Mauerweglauf alle absolviert hatten und jeder von 100 Meilen in 24 Stunden als Ziel hatte. Es blieb noch genug Zeit meine Basis vorzubereiten, um während des Rennens alles griffbereit zu haben, denn die Pausen konnten bis zum nächsten Start recht knapp sein.

Runde 1

Nach dem gemeinsamen Foto gingen insgesamt 79 Läufer aus fünf Nationen auf die 6,706km-Runde, die in maximal 60 Minuten zu absolvieren war. Wenn dies gelang, konnte sich der Laufende zu Beginn der neuen Stunde an den Start stellen. Die meisten Abschnitte der ersten Runde bin ich gelaufen. Nur wo der Anstieg frühzeitig absehbar war und das Ende nicht, war Gehen angesagt. Weiterhin konnte ich viele Bekannte aus dem Vorjahr und dem Vorabend begrüßen und mich kurz austauschen. Die 49:15 Minuten waren für mich die schnellste Runde und ich war gewillt, nicht mehr annähernd so schnell das Ziel zu erblicken.

Runde 2

Die Strecke führt auf den ersten Meter zunächst am Fluss Mandau entlang, bevor wir diesen über die leicht gebogene Parkbrücke Pethau Richtung Olbersdorfer See (O-See) überqueren. Es folgt ein 300m-langer Anstieg, den ich ab sofort ging. Nach einer Linkskurve konnte bis zu einer Erhebung gelaufen und gleichzeitig der Blick auf den See mit dem dahinter liegenden Zittauer Gebirge genossen werden. Um die Oberschenkel zu schonen, ging ich auch bergab. Es folgte die Strandpromenade, die in einem kurzen Anstieg endete. Etwas hügelig, teilweise auf Single-Trails passierten wir das östliche Ufer des O-Sees. Anschließend konnte ca. 800 Meter gelaufen werden, bis etwas bergab ging. Der folgende abwechslungsreiche Abschnitt durch den Wald hielt für uns über zwei Kilometer schöne Passagen hoch und runter bereit. Wir passierten einen Zeltplatz, wo es später häufig Anfeuerung gab, ebenso eine Koppel mit schönen Pferden. Nach 5km konnte man es eigentlich bis in Ziel locker laufen lassem, weil es flach war. Meine zweite Runde war erst nach 56 Minuten beendet. In der Pause nahm ich ein Handtuch, das nun vor jeder Runde nass in den Nacken gelegt wurde.

Runde 3 bis 5

Für mich gab es vier verschiedene Optionen der Bewegung. Wenn es flach und schattig war, lief ich. Wenn es berghoch oder runter ging, war Gehen angesagt, um die Muskeln zu schonen. Wenn es keine Schatten gab, ging ich, um Kräfte zu sparen. So kam ich außer am Kopf nie ins Schwitzen und musste keine Klamotten tauschen. Da ich die Rundenzeit stets im Blick hatte, spazierte ich auch die letzten Meter, um die Steh-Pausen im Ziel kurz zu halten. Gemeinsam mit Ralf-Ortwin konnte ich unsere Ziele und Taktik auf der Runde ausgiebig gehend miteinander besprechen.

Runde 6

Diese absolvierte ich etwas schneller, da ich Schuhe wechseln wollte. Meine Hoka Clifton 8 hatten sich leider nur für fünf Stunden bewährt, denn merkte ich meine Fußsohlen. Ich schlüpfte in die Hoka Challenger, die ich bis zum Schluss anbehalten sollte.

Runde 7 bis 10

Auch mit Tim hatte ich auf der Strecke und im Ziel immer wieder Austausch. Er wollte seine Rundenzeiten von unter 50 Minuten deutlich erhöhen. Leider bekam er in der siebten Runde Krämpfe und die achte konnte er nicht mehr im Zeitlimit erreichen. In der gleichen Runde bin ich mit Claudia Dittrich ins Gespräch gekommen, denn durch unsere Renneinteilung hatten wir uns im Blick. Die neunte Runde liefen wir gemeinsam in 56 Minuten und sie äußerte den Wunsch, zumindest in die zehnte starten zu wollen. Immer wieder redete ich gut zu und motivierte sie so weiter zu laufen. Weil es so gut funktionierte, wiederholten wir das in der darauffolgenden Runde. Ein Kilometer vor dem Rundenende offenbarte ich ihr, dass den elften Umlauf schneller laufen müsse, um in einer längeren Pause ausgiebig essen zu können. „Ohne dich wäre ich schon längst gegangen. Ich laufe seit 2 Runden, weil du an meiner Seite läufst und mich das motiviert. Eigentlich bin ich stehend k.o. und mir tut alles weh.“ Hand in Hand liefen wir über die Ziellinie. Sie gönnte sich anschließend ihre gehende Runde und konnte mit einer neuen Bestleistung das Rennen beenden. Ich war glücklich ihr dabei geholfen zu haben und dankbar für die Erfahrung.

Runde 11 bis 17

Nach 10 Runden hatten bereits 59 von 79 das Rennen beendet. In den folgenden Runden waren es immer jeweils zwei. Ab Runde 12 liefen wir mit einer Stirnlampe, da die Strecke fast komplett unbeleuchtet war. Ich fühlte mich immer noch gut, lief mittlerweile mit einem Lang-Shirt meine Rundenzeiten weiterhin in 57 Minuten und freute mich nach der 15. Runde über das Erreichen der 100km.

Runde 18

Mittlerweile war es vier Uhr morgens. Gegen eine aufkommende Müdigkeit hatte ich seit Sonnenuntergang vor jeder Runde Gel-Gummi mit Koffein genommen oder mir einen Kaffee geben lassen. Die Unterstützung war hervorragend, denn jede Runde standen ein Becher Apfelschorle und das Gel bereit. Bei Wunschäußerung wurde auch alles andere von Ulrike oder Jana sofort gereicht. Mit Melonen, Kartoffeln, Reisbällchen sowie meinem Fresobin war ich gut versorgt. Anders als in den Runden zuvor konnte ich auf den flachen Passagen nicht laufen. Meistens bin ich an andere Läufer herangekommen und hatte ein gewisses Gefühl der Sicherheit. Die erste Runden-Hälfte war immer langsamer und mit einem Durchschnittstempo von 8:45min/km knapp unter Cut-Off. Ich konnte darauf mich verlassen, es im laufbaren zweiten Abschnitt rauszulaufen und am Ende bei 8:15min/km zu sein.

Ich verfiel in Lethargie, bis etwas direkt über meinen Kopf flog und mich zu Tode erschreckte. Das machte mich wütend, brachte aber keinen Laufimpuls. Nach fünf Kilometern wurde ich dieses Mal durch ein Rascheln im Gras erschreckt. Dieses Mal kam ich schnell ins Laufen und würde ab folgenden Runden mit Musik laufen.

Runde 19 bis 23

Neun Läufer standen nur noch am Start, was für mich zumindest Top 10 bedeutet. Allerdings hatte ich 30 Runden als Ziel und keine Platzierung. Wir wollten alle 100 Meilen nach 24 Stunden schaffen. Mit Musik war mein Rhythmus zurückgekehrt und die Meter liefen sich weg. In der 22. Runde verabschiedete sich die Dunkelheit und alle Läufer in meiner Geschwindigkeit absolvierten eine Minute schneller als bisher. Die zweite schwierige Phase nach der Wärme am Samstag war geschafft.

In der 23. Runde erreichte ich früher meinen Teamkameraden Ralf-Ortwin auf der Runde, der scheinbar nun früher ins Gehen kam. Ihm ging es gut, erfuhr ich beruhigt. Er erreichte das Ziel dann doch erst knapp vor der Stunden-Marke und ich bekam beim Start nur noch mit, dass ein Teilnehmer weniger auf die Strecke verabschiedet wurde. Leider war es Ralf, und ich war das letzte Mitglied vom „Team 100 Meilen“. Es geht und es kommt immer etwas. Anke kam wie versprochen zum Wettkampfgelände und hat mich ab 7 Uhr persönlich betreut.

Runde 24

Ein letztes halbes Dutzend stellte sich der 100-Meilen-Herausforderung. Mittlerweile war die Sonne hoch am Himmel und die Hitze war intensiver als am Samstag. Ich nahm die Kühlmaßnahmen wieder auf und nutzte das weiße Basecap, das jeder Läufer erhalten hatte. Durch den Stand der Sonne war der erste Streckenteil wieder schwieriger zu bewältigen. Mit zunehmend beanspruchten Muskeln konnte ich im zweiten nicht mehr so schnell laufen. Es hieß die Deckung und das Gewohnte zu verlassen, um im Rennen zu bleiben. Die Bergab-Passagen und einige heiße Abschnitte lief ich. Im Schatten konnte ich später etwas regenerieren und trank beide Trinkflaschen leer. Es blieb mir so sogar genug Zeit, die 400 Meter bis zum Ziel zu gehen. Cola, Apfelschorle, Fresobin – ich warf alles ein, was in die Finger bekam. Alles musste mobilisiert werden für das Ziel.

Runde 25

Will Smith aus Großbritannien hatte sich offensichtlich auf der 100-Meilen-Runde verletzt und konnte nicht mehr starten. Mein Kampfwille war geweckt, denn mit einer absolvierten Runde würde ich mindestens Fünfter werden. Dieser euphorische Gedanke trug mich gut die halbe Runde, bis ich ungefähr 10 Minuten resignierte. Die Wasserflaschen waren schon leer, der Kopf glühte und die Beine waren schwer und nur noch langsamen Gehen möglich. Auf dem letzten Anstieg erblickte ich plötzlich keine hundert Meter vor mir Antonio aus Italien. Was für ein Glück für mich. Ich lief auf ihn auf, reichte ihm die Hand und wir beendeten die Runde gemeinsam in 57 Minuten.

Runde 26 

Pawel Torsten gesellte sich zwar an den Start, lief aber nicht mit uns los. Zu viert wollten die 174km erreichen. Es ging auf 12 Uhr zu und die Sonne brutzelte auf die Erde. Mit dem Mute der Verzweiflung lief ich, wenn es mir gelang, sonst reagierte ich nur noch. Antonio war dieses Mal deutlich schneller unterwegs, sodass ich nach zwei Kilometer keinen Läufer mehr erblickte. Die Musik auf den Ohren erreichte mich nicht mehr, genauso wie das Hirn die Beine. Es würden wohl nur 25 Runden gewertet werden und ich würde mir Platz 5 teilen. 

Platz vier konnte ich 2022 mit 26 Runden erreichen und bei heute viel schwierigen Bedingungen alles bestätigen. Diese Gedanken trieben mich an, auch die anstrengendsten Abschnitte mit Schmerzen zu laufen. Einen ganzen Kilometer bremste mich die Sonne aus, konnte mich nicht komplett aufhalten. 400 Meter wurde es endlich schattig. Ich hatte noch 1:30 Minuten Zeit das Ziel zu erreichen und wankte den Weg entlang. Ich hörte den Sprecher im Ziel meinen Namen rufen, Trommeln und viele klatschende Hände. Als ich in die letzte Kurve einbog, konnte ich doch noch Laufschritte absolvieren. Da hatte ich die Sonnenbrille schon hochgesetzt und wollte meiner Enttäuschung freien Lauf lassen, da es für mich kein Weiter gab. Die Zuschauermenge empfing mich euphorisch, als ich nach 59:30 Minuten die Ziellinie überquerte. Meine Enttäuschung nahm scheinbar niemand wahr. Im Gegenteil: Anke reichte mir Apfelschorle und Gel-Shot, Mike eine kalte Wasserflasche. Dann wurde zur 27. Runde von 10 runter gezählt.

Runde 27

Ich stand bereits im Startbereich und drehte mich um. Ich ergriff die Wasserflasche und wollte zumindest ein Ziel erreichen und erleben – auf der Strecke „sterben“ oder auf der Strecke bleiben oder Laufen bis nichts mehr geht. Daher lief ich aus der Euphorie heraus mit anderen drei los. Den Liter Wasser hatte ich schon nach wenigen Meter ausgetrunken und nahm mir vor, nun diese Runde irgendwie in Bewegung zu bestreiten. Das Zeitlimit war für mich außer Reichweite.  An der Brücke angekommen, blickte ich zurück und sah Anke hinter mir. „Sie wolle mich nicht allein auf der Strecke lassen“, teilte sie mir mit. Wir würden wohl sehr lange für die Runde brauchen, entgegnete ich in der Mittagshitze stehend. Wir gingen ein paar Schritte den Abschnitt, den ich bereits 26 Mal absolviert hatte. 

Nur dieses Mal schaffte ich ihn nicht. Ich schwankte und war einfach froh über Ankes Anwesenheit. Ich konnte nicht mehr ALLEIN weiterlaufen. DNF wie es beim Backyard heißt. Arm in Arm gingen wir zurück zum Westpark-Stadion. Zum ersten Mal erreichte ich das Ziel als erstes. Es war vorbei und meine Enttäuschung nochmal gegenwärtig, bis die ersten Gratulanten kamen. Claudia, Tino, Alex und viele andere überhäuften mich mit Bewunderung und Glückwünschen. Ich erhielt Umarmungen, bevor ich mich nach 27 Stunden das erste Mal länger hinsetzte. Ich saß im Schatten und keine Minute später erhielt ich schon gekühltes gezapftes Bier. Den Zieleinlauf der anderen bekam ich noch mit. Antonio schaffte diese Runde auch noch und stieg danach entkräftet aus.

Fazit

Der Laufhaus-Backyard-Ultra ist ein grandios organisiertes Laufevent von Läufern für Läufer. Alles wird frisch zubereitet und immer wieder frisch nachgekocht. Vegetarisch und vegan ist Standard. Dazu eine große Auswahl diverser Getränke und Erfrischungen. Ich konnte meine private Verpflegung abgeben, sie wurde kühl gelagert und mir später auf Wunsch gereicht. Auch für eventuelle Begleiter ist im Zielbereich gesorgt und für sie auch Frühstück angeboten.

Am Ende jeder Runde wird jeder Läufer mit Trommeln und Klatschen empfangen. Sofort fragen Helfer nach eventuellen Wünschen, die innerhalb weniger Sekunden erfüllt werden oder spätestens nach der nächsten Runde. 

Die Strecke ist abwechslungsreich mit Single-Trails, mehreren leichten Anstiegen und teilweise asphaltiert. Ich empfehle auf jeden Fall Gamaschen einzupacken, um die kleinen Steine gar nicht erst in die Schuhe zu lassen. Das Laufen durch den Wald und an plätschernden Bächen genauso wie um den O-See ist grandios.  Wer einmal bis ans Limit laufen möchte, neue Grenzen überschreiten möchte und das in einer Gemeinschaft, der sollte am 13. Juli 2024 nach Zittau reisen. Die Medaille hat ein ordentliches Gewicht und am Ende werden die gelaufenen Meilen eingraviert.

Ich konnte umgerechnet 108,316 Meilen bzw. 174,536km erlaufen. Ich schreibe dies jetzt mit Stolz und blicke dankbar auf das Wochenende zurück. Ich beglückwünsche den Sieger Ritvars Kalniņš zu 41 Runden. Ulrich Trodler wurde Gesamt-Zweiter und konnte sich mit seinem Team den Titel mit 64 Runden vor dem „Team 100 Meilen“ sichern. Danke Ralf-Ortwin und Tim für zusammen 56 Runden.

Ich danke stellvertretend für alle Helfer an Mike und Ulrike Sethmann sowie Jana Hentschel. Ich wünsche euch ein tolles Event in 2024 und das alles klappt, was ihr vornehmt. Danke auch an Anke für deine persönliche Unterstützung.

Text und Bilder: Matthias Weiser

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